So gibt man einem Roboter eine Aufgabe: Serviceroboter einfach bedienen

So gibt man einem Roboter eine Aufgabe: Serviceroboter einfach bedienen

Ein Roboter fährt selbstständig durch das Restaurant, bringt Speisen an den richtigen Tisch und kehrt anschließend wieder zurück.

Das klingt zunächst nach komplizierter Technik.

Im Arbeitsalltag sieht es deutlich einfacher aus.

Denn ein moderner Serviceroboter soll nicht nur zuverlässig fahren, sondern vor allem von Mitarbeitern einfach bedient werden können.

In vielen Fällen reichen wenige Eingaben aus, um einen neuen Auftrag zu starten.

Wie funktioniert ein Serviceroboter in der Gastronomie?

Bevor ein Serviceroboter im Restaurant eingesetzt wird, wird die Umgebung einmal eingerichtet.

Dabei werden beispielsweise:

  • Fahrwege,

  • Tische,

  • Übergabepunkte,

  • Startpositionen,

  • Rückkehrpunkte

im System hinterlegt.

Der Roboter kennt anschließend die relevanten Ziele innerhalb des Restaurants.

Im täglichen Betrieb muss die Servicekraft deshalb normalerweise keine Route programmieren oder technische Einstellungen verändern.

Sie entscheidet lediglich:

Wohin soll der Roboter fahren?

So gibt man einem Serviceroboter eine Aufgabe

Ein typischer Ablauf kann beispielsweise so aussehen:

1. Speisen oder Getränke auf den Roboter stellen

Die Servicekraft stellt Teller, Getränke oder andere Gegenstände auf die vorgesehenen Ablageflächen des Roboters.

Je nach Modell stehen dafür mehrere Ebenen zur Verfügung.

So können auch mehrere Bestellungen gleichzeitig vorbereitet werden.

2. Ziel auswählen

Anschließend wird über das Display das gewünschte Ziel ausgewählt.

Zum Beispiel:

Tisch 12

oder:

Terrasse, Bereich B

Die möglichen Ziele wurden bei der Einrichtung bereits hinterlegt.

Das bedeutet:

Die Mitarbeiter müssen keine Koordinaten eingeben und keine Route planen.

3. Fahrt starten

Nach Auswahl des Ziels wird der Auftrag gestartet.

Der Roboter beginnt anschließend selbstständig mit der Fahrt.

Dabei orientiert er sich an der zuvor eingerichteten Umgebung und seinen Sensoren.

4. Der Roboter fährt zum Ziel

Auf dem Weg zum Tisch bewegt sich der Serviceroboter selbstständig durch den Gastraum.

Mitarbeiter müssen ihn nicht steuern.

Damit unterscheidet sich der Arbeitsablauf deutlich von einem klassischen Transportwagen.

Die Servicekraft gibt den Auftrag, der Roboter übernimmt anschließend den Weg.

5. Bestellung übernehmen

Am Ziel können Speisen oder Getränke entnommen werden.

Je nach Prozess übernimmt dies entweder:

  • die Servicekraft,

  • der Gast,

  • oder ein Mitarbeiter im jeweiligen Bereich.

Anschließend kann der Roboter den nächsten Auftrag ausführen oder zu seiner Ausgangsposition zurückkehren.

Muss jeder Mitarbeiter den Roboter programmieren können?

Nein.

Genau hier liegt ein wichtiger Unterschied zwischen der technischen Einrichtung und der späteren Bedienung.

Die Einrichtung des Roboters erfolgt einmalig beziehungsweise dann, wenn sich relevante Bereiche ändern.

Im täglichen Betrieb arbeitet das Personal anschließend mit den bereits definierten Zielen.

Die Bedienung ähnelt damit eher der Nutzung eines digitalen Bestellsystems als der Steuerung einer komplexen Maschine.

Ein typischer Auftrag besteht vereinfacht aus:

Beladen → Ziel auswählen → Starten.

Was passiert, wenn jemand im Weg steht?

Ein Restaurant ist keine leere Fläche.

Gäste stehen auf, Stühle werden verschoben, Kinder laufen durch den Raum und Mitarbeiter bewegen sich zwischen Küche und Tischen.

Ein Serviceroboter muss deshalb mit einer dynamischen Umgebung umgehen können.

Je nach System helfen Sensoren dabei, Personen und Hindernisse zu erkennen.

Wird der direkte Weg blockiert, kann der Roboter entsprechend reagieren und seine Fahrt an die Situation anpassen.

Für den Mitarbeiter bedeutet das:

Er muss den Roboter normalerweise nicht permanent begleiten.

Was passiert bei mehreren Tischen?

Gerade in der Gastronomie ist interessant, dass ein Roboter nicht nur für einzelne Fahrten eingesetzt werden muss.

Je nach Modell und Einrichtung können mehrere Ablageflächen beziehungsweise mehrere Ziele genutzt werden.

Damit kann beispielsweise ein Ablauf entstehen wie:

  • Bestellung für Tisch 4 laden

  • Bestellung für Tisch 7 ergänzen

  • Ziele auswählen

  • Fahrt starten

  • beide Bereiche nacheinander anfahren

So übernimmt der Roboter mehrere Transportwege innerhalb eines Arbeitsgangs.

Was bringt das dem Servicepersonal?

Der Nutzen entsteht nicht dadurch, dass der Roboter den persönlichen Service ersetzt.

Er übernimmt vor allem Wege.

Eine Servicekraft muss beispielsweise nicht bei jedem Vorgang selbst von der Küche zum Gastraum und wieder zurücklaufen.

Der Roboter kann unterstützen bei:

  • Speisentransport,

  • Getränketransport,

  • Abräumen,

  • Rücktransport von Geschirr,

  • wiederkehrenden Wegen zwischen Küche und Servicebereich.

Die Mitarbeiter bleiben dadurch stärker dort verfügbar, wo sie tatsächlich gebraucht werden:

beim Gast.

Wie lange dauert es, einen Serviceroboter zu lernen?

Die alltägliche Bedienung ist bewusst einfach aufgebaut.

Wenn Ziele bereits eingerichtet sind, benötigen Mitarbeiter für einen Auftrag nur wenige Schritte.

Das ist besonders wichtig für gastronomische Betriebe.

Schließlich arbeiten dort häufig:

  • unterschiedliche Schichten,

  • Teilzeitkräfte,

  • Aushilfen,

  • neue Mitarbeiter,

  • saisonale Kräfte.

Ein System, das nur von einzelnen Spezialisten bedient werden kann, wäre im Alltag wenig hilfreich.

Die Bedienung muss deshalb verständlich und reproduzierbar sein.

Was passiert, wenn sich im Restaurant etwas verändert?

Ein verschobener Tisch bedeutet nicht automatisch, dass der gesamte Roboter neu eingerichtet werden muss.

Kleinere Veränderungen kann ein System im täglichen Betrieb häufig berücksichtigen.

Werden jedoch Bereiche dauerhaft umgebaut oder entstehen neue Zielpunkte, kann die Konfiguration entsprechend angepasst werden.

Beispiele wären:

  • eine neue Terrasse,

  • zusätzliche Tische,

  • ein neuer Veranstaltungsbereich,

  • veränderte Laufwege,

  • ein weiterer Übergabepunkt.

Dadurch lässt sich der Robotereinsatz an den Betrieb anpassen.

Serviceroboter sollen Arbeit vereinfachen, nicht komplizierter machen

Bei Robotik wird häufig zuerst über Sensoren, Navigation und künstliche Intelligenz gesprochen.

Für den gastronomischen Alltag ist jedoch eine viel einfachere Frage wichtiger:

Kann mein Team den Roboter problemlos nutzen?

Denn nur wenn Mitarbeiter die Technik selbstverständlich in ihre Abläufe integrieren können, entsteht ein echter Nutzen.

Ein guter Serviceroboter soll deshalb nicht Aufmerksamkeit verlangen.

Er soll eine Aufgabe bekommen, sie ausführen und anschließend für die nächste Aufgabe bereitstehen.

Für die Servicekraft kann das im Alltag tatsächlich so einfach aussehen:

Bestellung aufladen. Tisch auswählen. Start drücken.

Serviceroboter in der Gastronomie testen

Sie möchten sehen, wie sich ein Serviceroboter in Ihrem Restaurant bedienen lässt?

Wir zeigen Ihnen direkt im praktischen Einsatz, wie Aufgaben angelegt, Ziele ausgewählt und Fahrten gestartet werden.

Dabei betrachten wir nicht nur die Technik, sondern vor allem Ihre Abläufe:

  • Welche Wege wiederholen sich besonders häufig?

  • Welche Bereiche eignen sich für einen Serviceroboter?

  • Wo kann Ihr Personal konkret entlastet werden?

  • Wie lässt sich der Roboter in den bestehenden Service integrieren?

So sehen Sie direkt, wie einfach Robotik im gastronomischen Alltag funktionieren kann.

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