Wo kann Robotik im Hotelalltag unterstützen?

Wo kann Robotik im Hotelalltag unterstützen?

Mehr Zeit für Gäste statt Laufwege

Eine fehlende Flasche Wasser auf dem Zimmer, frisches Besteck für den Frühstücksbereich und ein Flur, der gereinigt werden muss: Im Hotelalltag gehören solche Aufgaben zum täglichen Betrieb. Jede einzelne wirkt überschaubar. Zusammen binden sie jedoch Zeit, die dem Team für die persönliche Betreuung der Gäste fehlt.

Robotik im Hotel kann bei wiederkehrenden Transportwegen, ausgewählten Lieferaufgaben und der Bodenreinigung unterstützen. Serviceroboter bringen Speisen und Getränke an definierte Stationen. Lieferroboter transportieren Gästeartikel bis vor die Zimmertür. Reinigungsroboter übernehmen geeignete Bodenflächen.

Wie groß die Entlastung ausfällt, hängt von den Abläufen und den räumlichen Voraussetzungen ab. Dieser Beitrag zeigt, wo Hotelroboter sinnvoll eingesetzt werden können und was bei der Einführung zu beachten ist.

Serviceroboter im Hotelrestaurant und beim Frühstück

Während der Frühstückszeit laufen viele Aufgaben parallel. Gäste benötigen Unterstützung, Tische werden neu eingedeckt und Geschirr muss zurück in die Spülküche. Besonders die Wege zwischen Küche und Restaurant unterbrechen den persönlichen Service immer wieder.

Ein Serviceroboter kann einen Teil dieser Transporte übernehmen. Mitarbeitende beladen ihn mit Speisen, Getränken oder Besteck und wählen einen eingerichteten Zielpunkt aus. Dort nimmt das Team die Lieferung entgegen und übernimmt das Servieren.

Der KEENON DINERBOT T10 verbindet solche Transportaufgaben mit einem integrierten Informations- und Werbedisplay. Im Hotelrestaurant kann er beispielsweise zwischen Küche und Servicestationen eingesetzt werden.

Damit das funktioniert, brauchen die Stationen einen festen Platz und müssen gut erreichbar sein. Auch bei besetzten Tischen und zurückgeschobenen Stühlen sollten ausreichende Fahrwege bleiben. Sensoren unterstützen die Hinderniserkennung, ersetzen aber keine sorgfältige Prüfung der Umgebung.

Room-Service mit Lieferrobotern unterstützen

Nicht jede Bestellung auf das Zimmer erfordert einen aufwendigen Servicekontakt. Eine zusätzliche Flasche Wasser, ein Snack oder ein vergessenes Hygieneprodukt lassen sich über einen klar geregelten Lieferprozess bereitstellen.

Für solche Aufgaben eignen sich Lieferroboter mit geschlossenen Transportfächern. Der KEENON BUTLERBOT W3 bietet separat zugängliche Fächer und unterstützt durch eine entsprechende Aufzugsintegration Lieferungen über mehrere Etagen.

Je nach Einrichtung kann der Roboter bis vor die Zimmertür fahren. Der Gast entnimmt seine Bestellung oder ein Mitarbeitender übernimmt die Übergabe. Das Befüllen, die Bearbeitung besonderer Wünsche und die Organisation der Zustellung bleiben Teil des Hotelbetriebs.

Eine autonome Fahrt über mehrere Etagen setzt eine kompatible und eingerichtete Aufzugsanbindung voraus. Auch Türen, Zugangsbeschränkungen und die Benachrichtigung des Gastes müssen im Ablauf berücksichtigt werden. Die Fähigkeit lässt sich deshalb nicht pauschal auf jeden Serviceroboter übertragen.

Mehr zur Technik erklärt unser Beitrag Können Roboter Aufzüge nutzen und mehrere Etagen bedienen?.

Interne Transporte für Housekeeping und Wellness

Viele Laufwege entstehen außerhalb des direkten Gästekontakts. Handtücher müssen zum Wellnessbereich, Verbrauchsmaterialien zur Housekeeping-Station und saubere Wäsche an einen festgelegten Übergabepunkt.

Ein geeigneter Transport- oder Lieferroboter kann solche Wege unterstützen. Dafür müssen Transportgut, Gewicht und Abmessungen zum Modell passen. Kleine Gästeartikel stellen andere Anforderungen als größere Wäschemengen.

Wichtig ist auch die Organisation der Transporte: Wer belädt den Roboter? Wer nimmt die Lieferung entgegen? Wie werden saubere Wäsche und benutztes Geschirr im Ablauf getrennt?

Robotik bringt vor allem dann einen Vorteil, wenn Transporte regelmäßig stattfinden und an verlässlichen Übergabepunkten enden. Muss das Team jede Fahrt lange begleiten oder auf die Entladung warten, fällt die Entlastung geringer aus.

Reinigungsroboter für Flure, Lobby und Konferenzbereiche

Neben Transportwegen bietet die Bodenreinigung einen weiteren Ansatzpunkt. Flure, Lobbybereiche und zugängliche Konferenzflächen müssen regelmäßig gepflegt werden.

Ein Reinigungsroboter kann geeignete Flächen nach eingerichteten Routen bearbeiten. Das Housekeeping-Team gewinnt dadurch Spielraum für Badezimmer, Oberflächen, Betten und die abschließende Zimmerkontrolle.

Die Auswahl richtet sich nach Bodenbelag, Möblierung und Verschmutzung:

  • KEENON C20: Ein kompakter Reinigungsroboter für die tägliche Hartbodenpflege mit Kehren, Saugen und Wischen. Zum C20.
  • KEENON C30: Für die Trockenreinigung mit Kehren, Saugen und Staubwischen. Er kommt für passende Trockenreinigungsflächen infrage, etwa in Hotel- und Flurbereichen. Zum C30.
  • KEENON C40: Für kombinierte Reinigungsaufgaben, einschließlich der Nassreinigung geeigneter Hartböden. Er unterstützt verschiedene Bodenarten mit dem jeweils passenden Reinigungsmodus. Zum C40.

Ein Reinigungsroboter übernimmt damit einen Teil der Bodenpflege. Detailarbeiten, schwer zugängliche Stellen und Qualitätskontrollen bleiben erforderlich. Ebenso gehören die Pflege von Bürsten und Filtern sowie das Leeren oder Befüllen von Behältern zum Betrieb, soweit diese Aufgaben nicht durch eine passende Station automatisiert werden.

In Hotels sollten außerdem Geräuschentwicklung und Reinigungszeiten berücksichtigt werden. Ein geeigneter Einsatzplan respektiert Ruhezeiten und vermeidet Konflikte mit stark frequentierten Gästebereichen.

Fiktives Praxisbeispiel mit 120 Zimmern

Wie könnte der Einsatz konkret aussehen? Betrachten wir ein fiktives Businesshotel mit 120 Zimmern, Frühstücksrestaurant, Konferenzbereich und mehreren Gästeetagen.

Am Morgen transportiert ein Serviceroboter Speisen und Besteck zwischen Küche und festgelegten Restaurantstationen. Die Mitarbeitenden übernehmen die Entnahme und den Service am Tisch.

Am Nachmittag bringt ein geeigneter Lieferroboter Handtücher oder Gästeartikel zu definierten Übergabepunkten. Etagenübergreifende Fahrten sind erst nach Einrichtung und Prüfung der Aufzugsanbindung möglich.

In einem passenden Zeitfenster reinigt ein Reinigungsroboter zugängliche Bodenflächen. Das Housekeeping-Team kümmert sich parallel um Zimmer und Detailarbeiten.

Das Beispiel zeigt unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten. Es beschreibt keine tatsächliche Kundeninstallation und setzt je nach Aufgabe unterschiedliche Robotertypen voraus.

Ob sich die Einführung lohnt, lässt sich mit einem Pilotbetrieb prüfen. Dabei werden beispielsweise die bisherigen Laufzeiten mit dem Aufwand für Beladen, Entladen, Betreuung und Gerätepflege verglichen. Erst diese Gegenüberstellung zeigt, wie viel Arbeitszeit tatsächlich für andere Aufgaben verfügbar wird.

Robotik als Ergänzung zum Gästeerlebnis

Ein Hotelroboter kann Neugier wecken und einen zusätzlichen Gesprächsanlass schaffen. Ob Gäste den Einsatz positiv wahrnehmen, hängt jedoch auch davon ab, wie verständlich und störungsfrei er in den Service eingebunden ist.

Beim T10 lässt sich das 23,8-Zoll-Display beispielsweise für Hinweise auf Restaurantangebote, Veranstaltungen oder Hotelservices nutzen. So ergänzt der Roboter den Transport um eine mobile Informationsfläche.

Persönliche Ansprechpartner sollten weiterhin leicht erreichbar bleiben. Gerade bei individuellen Wünschen, Beschwerden oder Beratungsbedarf zählt ein aufmerksames Hotelteam.

So gelingt der Einstieg in Hotelrobotik

Für den Einstieg empfiehlt sich ein klar abgegrenzter Prozess, etwa der Transport zwischen Küche und Frühstücksbereich oder die Reinigung eines geeigneten Flurs.

Vor der Auswahl sollten Hotels fünf Fragen beantworten:

  1. Welche Aufgabe wiederholt sich täglich und bindet messbar Arbeitszeit?
  2. Sind Fahrwege, Bodenbeläge und Übergabepunkte für das vorgesehene Modell geeignet?
  3. Werden Aufzüge, Türen oder andere technische Anbindungen benötigt?
  4. Wer übernimmt Bedienung, Beladung, Gerätepflege und Unterstützung bei Störungen?
  5. Woran wird nach einer Testphase erkennbar, ob das Team entlastet wird?

Zu einer wirtschaftlichen Bewertung gehören neben Kauf oder Leasing auch Einrichtung, mögliche Integrationen, Wartung und Verbrauchsmaterialien. Kürzere Laufwege bedeuten zunächst verfügbare Arbeitszeit. Wie diese genutzt wird, sollte das Hotel bewusst planen.

Mehr Freiraum für persönlichen Hotelservice

Robotik kann Hotelteams bei wiederkehrenden Wegen und geeigneten Reinigungsaufgaben entlasten. Besonders sinnvoll ist sie dort, wo eine klar definierte Aufgabe regelmäßig anfällt und sich mit überschaubarem Betreuungsaufwand automatisieren lässt.

Die ncc guttermann begleitet Unternehmen bei Auswahl, Einrichtung, Schulung und laufendem Support. Über roboter24.store lassen sich passende Service-, Liefer- und Reinigungsroboter entdecken.

Welche Wege könnte Ihr Hotelteam im Alltag abgeben? Lassen Sie uns Ihre Abläufe und die räumlichen Voraussetzungen gemeinsam prüfen.

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Häufige Fragen zu Robotik im Hotel

Welche Aufgaben können Roboter im Hotel übernehmen?

Je nach Modell unterstützen Hotelroboter beim Transport von Speisen, Getränken, Gästeartikeln und Materialien sowie bei der Reinigung geeigneter Bodenflächen. Die Eignung hängt von Aufgabe, Gebäude und Betriebsablauf ab.

Können Hotelroboter selbstständig Aufzüge nutzen?

Geeignete Modelle wie der KEENON W3 können mit einer entsprechenden Aufzugsintegration mehrere Etagen bedienen. Voraussetzung sind eine kompatible Anlage und die Einrichtung der notwendigen Anbindung.

Können Reinigungsroboter Hotelzimmer vollständig reinigen?

Eine vollständige Zimmerreinigung umfasst mehr als die Bodenpflege. Betten, Badezimmer, Oberflächen und Detailarbeiten bleiben Aufgaben des Housekeepings. Roboter unterstützen bei geeigneten und erreichbaren Bodenflächen.

Lohnt sich Robotik auch für kleinere Hotels?

Die Zimmerzahl allein reicht für eine Bewertung nicht aus. Relevant sind die Häufigkeit der Aufgaben, die Länge der Wege, nutzbare Reinigungsflächen und der verbleibende Betreuungsaufwand. Ein klar begrenzter Test kann die Entscheidung erleichtern.

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